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Woran erkenne ich, dass mein BH nicht passt?

Die meisten Frauen merken nicht, dass ihr BH nicht passt — sie halten das Drücken für normal. Diese sieben Punkte kannst Du in zwei Minuten selbst prüfen.

· von Patricia Foitzik

Die kurze Version

Ein BH sitzt richtig, wenn das Unterband die Arbeit macht — nicht die Träger. Rund vier Fünftel der Stützkraft kommen aus dem Band um den Brustkorb. Wenn Deine Träger einschneiden, trägt das Unterband zu wenig.

Die sieben Punkte

1. Das Unterband rutscht nach oben

Steht das Band hinten höher als vorne oder wandert es im Lauf des Tages nach oben, ist es zu weit. Ein Unterband soll waagerecht liegen und sich anfühlen, als säße es fest — nicht als schnüre es ein.

Test: Zwei Finger sollten flach unter das Band passen. Mehr nicht.

2. Die Träger schneiden ein

Rote Rillen auf den Schultern bedeuten fast immer, dass das Unterband zu weit ist und die Träger kompensieren müssen. Die Lösung ist selten, die Träger enger zu stellen — meist braucht es ein engeres Band bei größerer Cup-Größe.

3. Der Bügel liegt nicht auf dem Brustkorb

Der Bügel gehört rund um das Brustgewebe herum auf den Rippenbogen, nicht auf die Brust. Liegt er auf Gewebe auf, drückt er dort, wo nichts gedrückt werden sollte.

4. Das Cup wirft Falten oder klafft

Falten bedeuten zu viel Platz, Klaffen an der Oberkante zu wenig Halt. Beides heißt: falsche Cup-Form oder falsche Größe — nicht unbedingt falsche Cup-Größe.

5. Die Brust quillt über

Wölbt sich Gewebe über die Cup-Kante oder unter der Achsel heraus, ist das Cup zu klein. Das ist der mit Abstand häufigste Punkt in meinen Beratungen.

6. Der Mittelsteg liegt nicht an

Der Steg zwischen den Cups soll flach am Brustbein anliegen. Steht er ab, ist das Cup zu klein oder die Form passt nicht zur Brustform.

7. Du merkst den BH den ganzen Tag

Das ist der ehrlichste Test. Ein passender BH fällt Dir nicht auf. Wenn Du ihn abends erleichtert ausziehst, hat er seine Aufgabe nicht erfüllt.

Warum das mehr ist als Bequemlichkeit

Ein BH, der drückt oder scheuert, macht die eigene Brust zu etwas Unangenehmem. Und was unangenehm ist, nimmt man ungern bewusst wahr — damit fällt auch die Grundlage für Breast Awareness weg.

Dazu kommen Beschwerden, die viele Frauen gar nicht mit dem BH in Verbindung bringen: Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, Druckstellen, Hautreizungen unter der Brust.

Was in einer Passformberatung passiert

Ein Fitting dauert etwa 20 Minuten und besteht aus vier Schritten: Bedarfsermittlung, Größenermittlung, Muster-Anprobe und Größenpass. Du bekommst am Ende Deine Maße schriftlich mit — und kannst damit überall einkaufen.

Es besteht keinerlei Kaufzwang. Alle Formate findest Du unter meine Leistungen; die persönliche Beratung findet in München und Umgebung statt.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich meine BH-Größe überprüfen?

Immer dann, wenn sich etwas verändert: Gewicht, Zyklusphase, Schwangerschaft, Stillzeit, Wechseljahre. Und in jedem Fall, bevor Du neue BHs kaufst — die Größe ist keine Konstante.

Muss ich bei einer Passformberatung etwas kaufen?

Nein. Bei BraTastisch besteht keinerlei Kaufzwang. Du bekommst Deine Maße und einen Größenpass und entscheidest danach selbst, wo und ob Du kaufst.

Warum passt mir dieselbe Größe bei verschiedenen Marken nicht?

Weil Größenangaben nicht genormt sind. Schnitt, Material und Verarbeitung unterscheiden sich je Hersteller und Modell. Ein Größenpass hilft, weil er von der Passform ausgeht statt vom Etikett.

Offene Fragen?

In einem kostenlosen Erstgespräch klären wir, was für Dich sinnvoll ist — persönlich in München und Umgebung.